| Gute Europameisterschaft für unser Team! |
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| Geschrieben von Henni | |
| Montag, 20. Oktober 2008 | |
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Nach der Europameisterschaft 2007 und der dort guten Präsentation der Ungarn hatten wir Blut geleckt und uns dazu entschlossen auch an der Euro 2008 in Balatonfüred am schönen Balaton teilzunehmen. Die Planungen für dieses Event liefen schon über das ganze Jahr und so war die Freude groß, als es an einem dunklen ungemütlichen Dienstagabend am 16. September endlich losging
Wir trafen uns vor der ASC Halle und machten unser Boot abreisefertig. In den Wochen vor der Euro hatten wir uns noch einmal ordentlich ins Zeug gelegt und unser gesamtes Unterwasserschiff überarbeitet und andere kleine Ausbesserungen an unserem Boot vorgenommen. Die letzten Sachen wurden verpackt und dann schickten wir unsere Vorhut in Form von Piffi und Svenja mit unserem Boot auf die Reise. Der Rest der Crew musste leider am Mittwoch noch arbeiten und konnte erst am Donnerstag mit dem Flugzeug nach Ungarn folgen. Am Donnerstag waren wir dann wieder alle vereint und wir fingen an unser Boot für die Euro vorzubereiten. Es wurde den ganzen nachmittag poliert, poliert und poliert... Im laufe des Tages kamen dann auch die anderen deutschen Crews nach und nach am wunderschönen Yachthafen (2007 komplett neu gebaut) in Balatonfüred an. So gab es natürlich auch den ein oder anderen Willkommensschluck. Am Abend bezogen wir dann zusammen mit den Crews der Jülssand und der Seglershop unser EM Quartier. Nach dem Einzug wurden erstmal die Nerven der Vermieterin getestet und im Haus ordentlich gefeiert. Am Freitag morgen hatten wir uns mit dem Vermesser verabredet um unser Boot zu vermessen. Wir waren das erste Boot an diesem Morgen und recht zügig mit der Vermessung fertig. So beschlossen wir unser Boot das erste Mal mit dem trüb blauen Wasser des Balatons in Berührung zu bringen. An diesem Tag war eine schöne Brise über dem See und wir machten uns fertig, um ein wenig zu trainieren und den See zu erkunden. Wir übten an diesem Tag fleißig alle Manöver und fuhren erste Angleichungen mit den einheimischen Teams. Auch die nächsten Tage nutzen wir noch ordentlich zum trainieren, übten Rollwenden und fuhren ein paar Trainingsschläge mit den anderen Booten. Am Samstag abend wurde die Euro dann offiziell eröffnet und es gab das, was wir alle erwartet hatten: Gutes Essen, viel Wein und einen sehr leckeren Glühwein. Diesen konnte man auch sehr gut gebrauchen, denn in Ungarn war es um einiges kälter, als wir gehofft hatten. Am Sonntag fand das offizielle Practice Race statt. Wir erwischten einen recht vernünftigen Start und konnten mit den Booten auf unserer Seite gut mithalten. Wir freundeten uns langsam mit den Tücken des Sees an (Windreher um 30° waren keine Seltenheit) und beendeten das Practice Race im vorderen Mittelfeld. Der Abend wurde eigentlich wie immer in großer gemütlicher Runde in unserem Haus verbracht. Am Montag sollten die ersten Wettfahrten starten, doch an diesem Tag war so gut wie gar kein Wind. Am Nachmittag kam eine leichte Brise auf und wir fuhren zeitig raus, um uns an die Bedingungen zu gewöhnen. Als die Bahn endlich ausgelegt war schlief der Wind jedoch komplett ein und es konnten an diesem Tag keine Wettfahrten mehr gesegelt werden. Am Dienstag ging es ähnlich weiter, den ganzen Vormittag lagen wir im Hafen. Zum Mittag briste es wieder ein wenig auf, aber dieses Mal ging alles ein wenig schneller. Wir konnten an diesem Tag 2 Wettfahrten segeln, bei denen wir von ein paar Windrehern zu unseren Gunsten profitieren konnten. Wir segelten einen 14. und einen 7. Platz heraus und fanden uns am Abend auf einem 7. Platz der Gesamtwertung wieder, eine recht schöne Momentaufnahme wie wir fanden. Es gab jeden Abend Freibier und "Freiglühwein" im Club, so dass wir immer gerne noch etwas länger im Yachthafen blieben... Am Mittwoch hatten wir, welch eine Überraschung, mal wieder eine sehr lange Startverschiebung und der Vormittag wurde zur "Opti Paddel EM" genutzt. Dieses Event wurde klar von den deutschen Teams dominiert und beide Läufe wurden gewonnen. Am späten Nachmittag wurde noch eine Wettfahrt gesegelt, die wir leider dieses Mal nicht so gut segelten. Wir hatten einen sehr schlechten Start und fuhren einen unserer beiden Streicher Platz 27. Abends fand dann in einer örtlichen Discothek die Class Night statt, die wie eigentlich jedes Event sehr gut organisiert war. Am Donnerstag fanden nach anfänglicher Pause 2 Wettfahrten statt, wobei wir bei der ersten wieder den Start verschliefen und anschließend in der 2 Wettfahrt zur Höchstform aufliefen. In dieser Wettfahrt fuhren wir einen 4. Platz heraus und wir fanden uns vor dem letzten Tag auf einem 11. Platz der Gesamtwertung wieder. Am letzten Tag kam erstaunlicher Weise recht viel Wind auf, Gute 4 in Böen auch mal 5 Windstärken. Mit diesen Bedingungen hatten wir nach einer Woche Schwachwind ein wenig zu kämpfen und wir fuhren noch 3. Mittelfeldplatzierungen heraus. Einer anderen deutschen Crew kamen diese Bedingungen aber sehr entgegen und wir möchten an dieser Stelle noch einmal Peer Kock und seiner Crew ganz herzlich zum ersten Europameisterschftstitel für ein deutsches Team gratulieren. So war die Preisverleihung für das Team Germany natürlich ein Fest und auch wir bekamen noch einen Preis, die "Old Boat Trophy"! Wir waren von den älteren Schiffen das Bestplazierteste. Wir beendeten die Euro auf einem 15. Platz der Gesamtwertung und haben unser Ziel einer Mittelfeldplatzierung somit super erreicht. Die Europameisterschaft hat uns als Team ein ganzes Stück nach vorne gebracht und wir hoffen das wir auch in Zukunft ähnliche Leistungen bringen, oder uns sogar noch etwas steigern können. Dies war ein sehr schönes Event mit einem super Zusammenhalt unter den deutschen Teams, es hat uns allen wirklich sehr viel Spaß gemacht! Eure Just for Fun Crew - Henni, Piffi, Svenja, Julian und Max |


